Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom gestorben

13.6.2012
Elinor Ostrom war die erste und bisher einzige Frau, die mit dem Wirtschafts-Nobelpreis ausgezeichnet wurde

Elinor Ostrom war Umweltökonomin, sie galt als die Vorreiterin für Umweltökonomie und unterrichtete Politikwissenschaft an der Indiana University in Bloomington. "Allmendewirtschaft" die sich mit knappen Ressourcen beschäftigt, deren Nutzung von allen möglich ist, und von denen keine ausgeschlossen werden kann, waren ihr Spezialgebiet. Sie zeigte auf, das hier mit Selbsthilfe, ganz ohne staatliche Eingriffe, Lösungen möglich sind.
Nachhaltige Lösungen zum Ressourcenverbrauch sind weit öfter von den Bürgern selbst als vom Staat zu sehen, wie sie anhand von Beispielen aufzeigte.

Im Fokus standen dabei Gesellschaften ohne staatliche Regulierung oder ohne Privateigentum, die zeigen, wie man Gemeingüter langfristig erhalten kann. Nicht Regeln und Modelle, die sie selbst erstellte, sondern Regeln die Menschen zur Ressourceneffizienz einhalten, standen im Fokus.

Wie können Menschen auf ihre gemeinsamen Lebensgrundlagen achten? was tun Bauern in den Alpen, damit ihre Kühe die Almen nicht ganz abgrasen? Selbstorganisation, so ihre Antwort.
„Die Verfassung der Allmende: Jenseits von Markt und Staat“ ist eines ihrer bekanntesten Bücher.

Am Dienstag starb sie an den Folgen einer Erkrankung einer Krebserkrankung- ihr Werk wird ihren Tod noch lange überdauern. Mit positiven Beispielen, die eine mögliche Umkehr aufzeigen.

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